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Alle meine Entchen schwimmen auf dem See: aktives Musizieren als Anlass zum kulturellen Austausch

Dass Musik nicht nur Stimmung aufhellen kann, sondern auch weitere therapeutische Vorteile bringt, ist schon längst bekannt. Für ältere, pflegebedürftige Menschen unserer Gesellschaft unterstützt die Verbindung mit Musik soziale Kontakte, gebündelte Aufmerksamkeit, eine vorübergehende Reaktivierung der sprachlichen Kompetenzen, sowie die Möglichkeit, alte Erinnerungen hervorzurufen. Gerade für die Generation, die in Seniorenresidenzen lebt, hat das Singen und aktive Musizieren einen sehr hohen Stellenwert; da Musikübertragungen in der Kindheit eher eine Ausnahme waren, beherrschen die heutigen Senioren eine Reihe von Liedern, die langsam aus dem kulturellen Gedächtnis verschwinden.

Dies wurde beim einem Musikprojekt 2010 im Altenheim Gieboldehausen beobachtet: Je länger die Teilnehmer bei Trommellehrer Ebrima Sallah mitmachten, desto häufiger waren die Erinnerungen an Lieder aus der eigenen Kindheit. Von Alle meine Entchen bis zu Hoch auf dem gelben Wagen – die Senioren haben einander begeistert bei den Texten auf die Sprünge geholfen. Begleitet von westafrikanischen Trommeln, führten diese Treffen zu beiderseitigen Diskussionen und offenen Austausch über die Heimatkulturen der Teilnehmer und des Kursleiters.

Im Jahr 2012 bietet Ebrima Sallah gerne diese Gelegenheit wieder an, diesmal mit den Senioren des Caritas Seniorenstift St. Paulus im nördlichen Gebiet von Göttingen. In wöchentlichen Unterrichtsstunden verbreitet Ebrima Sallah seine Lebensfreude und musikalisches Können, um u.a. die Volkslieder von gestern wieder ins Leben zu rufen und damit ihre Identität für die Teilnehmer erlebbar werden zu lassen.

Hier könnt ihr mehr darüber erfahren.

Caritas St. Paulus Sommerfest

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